Ein Gartenofen ist ein Holzofen für draußen, auf dessen Herdplatte sich kochen lässt und der je nach Bauart auch ein Backfach hat. Es gibt ihn als Küchenherd, Kanonenofen, Aztekenofen oder Raketenofen. Welche Form passt, hängt vom Einsatz ab.

Gartenofen zum Kochen und Backen
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Unsere Gartenöfen im Überblick

Fünf Modelle mit Maßen, Gewicht und Material aus den Herstellerangaben. Einen Vergleich nebeneinander finden Sie im Modellvergleich.

ECOfoxx Gartenofen Tiny

ECOfoxx Tiny

Kleinster Gartenofen mit Kochplatte

11 kg · 1 Ring
ECOfoxx Outdoor-Küchenherd Traudel

ECOfoxx Traudel

Outdoor-Küchenherd mit Backraum

23 kg · Backraum
Outdoor Ofen ECOfoxx Rosalie

ECOfoxx Rosalie

Zwei Herdringe und Backraum

22 kg · 2 Ringe
ECOfoxx Gartenofen Erna

ECOfoxx ERNA

Backraum auf zwei Ebenen

27 kg · 2 Ebenen
Terrassenofen Kuzine Soba

Kuzine Soba

Terrassenofen aus Gusseisen und Stahl

47 kg · Holz oder Holzkohle

Der Garten als Rückzugsort

ECOfoxx Outdoor-Küchenherd Traudel

Welcher Freizeitaktivität widmen sich Deutsche am liebsten? Sicher werden nun viele automatisch an das Internet denken. Doch das kommt erst an zweiter Stelle. Tatsächlich freut sich die Mehrheit auf Gartenarbeit in ihrer Freizeit. Das hört sich vielleicht in den Ohren jüngerer Leser etwas befremdlich an, doch bei der Auswertung verschiedener Umfragen in allen Altersschichten geht die Arbeit im Garten letztlich als Sieger hervor.

Wobei der Begriff Arbeit nicht eng gefasst werden sollte. Der Garten oder auch der Schrebergarten ist oft ein Rückzugsort von der Hektik des Alltags. Ein Ort der Entspannung inmitten von selbst gezüchteten Pflanzen und vielleicht auch mit einem Gartenofen ausgestattet.

Wussten Sie, das es in Deutschland rund 900.000 Kleingärten oder Schrebergärten gibt? Das ist aber nur die Spitze des Eisberges. In der Regel gehören zu Ein- und Zweifamilienhäusern ebenso ein Garten und davon gibt es über 18 Millionen. Unter diesem Aspekt wird es immer verständlicher, dass der Garten die liebste Freizeitaktivität ist. Mehr und mehr Freizeitgärtner verlegen dabei so manche eigentlich innerhäusliche Aktivität in den Garten. So geht aktuell der Trend hin zum Gartenofen beziehungsweise zum Gartenofen inklusive Kochen und Backen im Freien.

Gartenofen zum Kochen und Backen: So funktioniert der Outdoor-Küchenherd

Ein Gartenofen zum Kochen und Backen ist ein Holzofen für draußen mit einer Herdplatte zum Kochen. Je nach Modell kommt ein Backfach oder ein Aufsatz zum Backen dazu. Das Feuer erhitzt die Platte direkt, deshalb lassen sich Töpfe und Pfannen ähnlich nutzen wie auf einem klassischen Holzherd. Welche Temperaturen und Gerichte möglich sind, gibt der Hersteller des jeweiligen Modells an.

Kochen auf der Herdplatte

Auf die Herdplatte gehören Töpfe und Pfannen, die direkte Hitze vertragen, etwa aus Gusseisen oder Stahl. Besonders gut passen Eintöpfe, die lange ziehen dürfen. Mehr dazu im Abschnitt Die eigene Gulaschkanone im Garten.

Backen im und auf dem Gartenofen

Ob ein Gartenofen ein Backfach hat, unterscheidet sich von Modell zu Modell. Brot, Flammkuchen oder Pizza lassen sich nur backen, wenn der Hersteller den Ofen dafür vorsieht. Für Pizza gibt es eigene Öfen, siehe Der Spezialist unter den Gartenöfen – der Pizza-Ofen.

Gusseisen oder Stahl

Gusseisen ist sehr langlebig, Stahl bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Der moderne Gartenofen zum Kochen und Backen besteht deshalb meist aus Stahl. Einen Klassiker aus Gusseisen zeigt der Abschnitt Kanonenofen aus Gusseisen.

Modelle zum Kochen und Backen

Details zu Ausstattung und Maßen stehen auf den Produktseiten der Modelle aus der Top-5-Liste:

Ein Blick in die Geschichte des Küchenherds

Auch die ersten vollständig aus Eisen hergestellten Backofen wurden aus Gusseisen gefertigt. Es gab sie schon im 15. Jahrhundert, doch nur für eine sehr reiche Käuferschicht. Das Grundprinzip der ersten Herde ist bis heute in Bezug auf die Befeuerung mit Holz oder Kohle gleich geblieben. Eine zentrale Feuerstelle erwärmt zugleich den Backraum als auch die Herdplatten. Erst mit der Nutzung von Gas und Elektrizität konnten diese Segmente getrennt werden.

Wer heute einen Gartenofen zum Kochen und Backen nutzen möchte, bleibt meist bei der Holzbefeuerung. Gusseisen-Ofen gibt es noch reichlich am Markt. Erstens aufgrund ihrer Langlebigkeit (für einen Gusseisen-Ofen sind 200 Jahre ein Klacks) und zweitens, weil sie im 19. und noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Massen hergestellt wurden. Doch im 19. Jahrhundert begann auch die moderne Stahlerzeugung, die in der Gestaltung weit mehr Möglichkeiten als Gusseisen bietet. Der moderne Gartenofen zum Kochen und Backen besteht deshalb in der Regel aus Stahl.

Gartenofen: Welche Arten gibt es?

Gartenöfen unterscheiden sich in Material, Größe und Einsatz. Die folgenden Bauformen werden weiter unten ausführlich beschrieben:

Weiterführende Ratgeber:

Grillen allein ist langweilig – der Gartenofen kann mehr

Dass die Anzahl derer, die sich einen Gartenofen zulegen, beständig steigt, hat mehrere Gründe. Zum einen erhöht sich die Zahl der jährlichen Sonnenstunden in Deutschland im Mittel seit 1989 relativ beständig. Zum anderen verändert sich im allgemeinen unsere Arbeits- und Freizeitwelt. Die starre Ordnung des Industriezeitalters weicht der Flexibilität des digitalen Zeitalters. Wir sind in der Lage, schönes Wetter im Garten auch zu nutzen, statt es am Bürofenster vorbeiziehen zu sehen.

Gartenofen zum Kochen und Backen

All das geht Hand in Hand mit einem breit aufgestellten Angebot an Gartenofen für jeden denkbaren Bedarf. Doch bevor wir uns nun dem Thema dieses Artikels widmen, den Gartenofen in all ihren Formen und Nutzbarkeiten, noch etwas zur rechtlichen Seite.

Gartenofen und Heizungsgesetz: Was gilt seit 2026?

Das Heizungsgesetz wurde 2026 geändert. Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das Gebäudemodernisierungsgesetz beschlossen. Es ersetzt das Gebäudeenergiegesetz von 2024 und gilt laut ADAC seit dem 29. Juli 2026. Im Mittelpunkt stehen Heizungen in Gebäuden, zum Beispiel entfällt die Pflicht, neue Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Gartenöfen kommen in den Berichten zur Reform nicht vor.

Die Behauptung, Gartenöfen würden verboten oder müssten vom Kaminkehrer abgenommen werden, lässt sich aus dem Heizungsgesetz nicht belegen. Entscheidend sind Bauart und Aufstellung. Für Öfen mit Anschluss an einen Schornstein gelten die Grenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung für Feinstaub und Kohlenmonoxid. Brandschutz, Abstände und Genehmigungsfragen regeln Landesrecht und Gemeinde. Fragen Sie vor dem Kauf beim zuständigen Bezirksschornsteinfeger oder beim Ordnungsamt nach.

Unabhängig vom Gesetz gilt: Der Rauch darf Nachbarn nicht erheblich belästigen, und Funkenflug oder Hitze dürfen nichts in Brand setzen. Maßgeblich sind die Abstands- und Sicherheitsangaben des Herstellers. Ob im Schrebergarten ein Gartenofen aufgestellt werden darf, steht in der Regel in der Vereinssatzung und ist keine gesetzliche Vorschrift.

Stand: 9. Oktober 2026. Quellen: Deutscher Bundestag, ADAC. Keine Rechtsberatung.

Jetzt aber, nachdem dies geklärt ist, zurück zu den Gartenofen.

In Design und Form gibt es beim Gartenofen kaum Grenzen. In der Funktionalität jedoch schon. So lässt sich der Gartenofen zunächst in der Art der verwendeten Materialien unterteilen:

  • Gartenofen aus Stahl oder Gusseisen
  • ein gemauerter Gartenofen

Zum Thema gemauerter Gartenofen später mehr, widmen wir uns zuerst den mobilen Gartenofen oder den transportablen Geräten.

Outdoor-Ofen, für die Wildnis gebaut

Er wird zwar gerne mit einem normalen Gartenofen in einen Topf geschmissen, doch erfahrene Camper und Trekker haben eine genauere Vorstellung vom Outdoor-Ofen. Echte Outdoor-Ofen sind nicht wirklich groß, oft zusammenlegbar und so leicht, dass sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad transportiert werden können.

Sie sollten jedoch nicht mit den kleinen mobilen Camping-Herdplatten verwechselt werden, für deren Betrieb eine Gas-Kartusche notwendig ist. Einen Outdoor-Ofen zu nutzen, ist auch eine Frage des Umweltschutzes. Für einen Outdoor-Ofen reichen als Heizmaterial herumliegende Äste und Zweige, was ihn im Betrieb Klimaneutral macht. Auch in der Herstellung hält sich der energetische Aufwand in Grenzen. Meist wird er aus Stahlplatten gefertigt, die so oder so produziert werden. Outdoor-Ofen werden in so kleinen Stückzahlen hergestellt, dass dafür kein Stahl-Hochofen extra in Betrieb geht.

Echte Fans von Outdoor-Ofen finden sich abseits aller Wege, Straßen und am Besten auch noch fern jeder Zivilisation. Diese Ofen sind für Menschen gedacht, die sich auf ihr Equipment absolut verlassen. An Orten, wo der nächste Burger-Brater vielleicht 300 oder 400 Kilometer weit weg ist. An Orten, an denen sich selbst erwärmen und auch eine warme Mahlzeit wirklich wichtig sind, um beispielsweise die Strapazen eines Wildnistreckkings zu überstehen. Doch vom Exoten für Abenteuerreisen zum Gartenofen für normales Camping…

Etwas größer, aber immer noch mobil, der Camping-Ofen

Eine ausführliche Übersicht mit Gewichten, Material, Sicherheit im Zelt und Checkliste finden Sie auf der Seite Zeltofen und Campingofen.

Das Camping mit Wohnmobil, großem Wohnzelt oder Wohnwagen erlebte durch die Pandemie 2020 einen Höhenflug, der inzwischen zwar etwas abgeflacht ist, aber die Anzahl seiner dauerhaften Freunde vergrößerter.

In die Kategorie der Camping-Ofen fallen auch sogenannte Zelt-Ofen und Raketenofen. Allerdings muss hier vorweggenommen werden, das so mancher Hersteller den Begriff „Raketenofen“ für seine Camping-Ofen oder Zelt-Ofen einfach adaptiert hat, ohne dass es sich wirklich um einen Raketenofen handelt. Den echten Raketenofen liegt eine spezielle Konstruktion zugrunde. Bevor wir uns damit beschäftigen, zuerst einmal weiter mit den Camping-Ofen bzw. Zelt-Ofen.

Je nach Abmessungen und Materialstärke des verwendeten Stahls wiegt ein Camping-Ofen zwischen 10 und 25 kg. Also kein Ofen für den Rucksack oder die Fahrradtasche, sondern für Wohnmobil oder Wohnwagen Auch wenn einige Modelle zerlegbar sind, ist der Grundgedanke hinter dem Camping-Ofen, dass dieser am Campingplatz aufgestellt und über die Tage und Wochen des Urlaubs zum Kochen im Freien genutzt wird.

So ein Camping-Ofen bietet üblicherweise eine Kochplatte, die über den darunter liegenden Feuerraum mit Holz beheizt wird. Oft ist in die Befeuerungsklappe ein Fenster eingelassen, durch das die lodernden Flammen beobachtet werden können, während oben vielleicht der Eintopf köchelt oder der Speck in der Pfanne brutzelt. Für den schnellen Standortwechsel, also ein Tag hier und ein Tag dort, sind Camping-Ofen eher weniger geeignet.

Sie brauchen dann doch eine gewisse Abkühlphase, wenn sie befeuert wurden. Sicher kann die mit kaltem Wasser beschleunigt werden, zu Empfehlen ist diese Praxis nicht, denn auf Dauer leidet darunter die Korrosionsfestigkeit des Stahls.

Was ist denn das mit den Raketen-Ofen?

Der Raketen-Ofen zeichnet sich durch eine sehr hohe Effektivität aus. Holz oder Holzpellets werden in ihm fast vollständig verbrannt, der Abgas-Ausstoss ist minimal und die Brenntemperatur weit höher als bei einem normalen Holzofen.

Das bedingt eine spezielle Konstruktion, die vor allem auf den Kamin-Effekt setzt. Entwickelt wurde der Raketenofen in den 1980er-Jahren. Eigentlich dient er in Entwicklungsländern dazu, die offenen Holzfeuer zu vermeiden, einerseits um Feuerholz einzusparen, andrerseits um die Menschen weniger den giftigen Rauchgasen auszusetzen. Die Grundidee stammt aus dem 18. Jahrhundert, als der Schweizer Chemiker Francois Argand den Hohldocht für Öllampen erfand, damit diese heller brannten.

In Europa werden Raketen-Ofen meist als Terrassen-Ofen vermarktet, die mit einem hohen Glaszylinder einen bemerkenswerten Show-Effekt bieten. Es gibt sie aber auch als Camping-Ofen. Sie lassen sich schon mit einer Handvoll Pellets oder auch ein paar trockenen Zweigen befeuern und bieten dabei eine schnelle und hohe Hitze. Für „Langsam-Kocher“, die vielleicht ein echtes ungarisches Gulasch beim Camping-Urlaub am Balaton zubereiten möchten, ist der Raketen-Ofen weniger geeignet. Für das schnelle Steak in der Bratpfanne oder ein Spiegelei zum Frühstück dagegen sehr.

Der Gartenofen als Kanonenofen aus Gusseisen – ein Klassiker

Wie sich der Kanonenofen von Zeltofen und Campingofen unterscheidet, steht auf der Seite Zeltofen und Campingofen.

Die Ofen aus Gusseisen kamen im 18. Jahrhundert in Mitteleuropa auf. Sie hatten auch schnell ihren Spitznamen weg – Kanonenofen. Ihre zylindrische Form erinnerte wirklich verblüffend an Kanonenrohre. Dabei war diese Form weitgehend den eingeschränkten Möglichkeiten zur Gussformherstellung geschuldet. Ursprünglich diente der Kanonenofen dem Beheizen nur eines Raumes. Mit den immer strenger werdenden Regelungen zu Abgasen aus Hausheizungen werden Kanonenofen kaum noch im Haus eingesetzt.

Heute finden sich Kanonenofen oft als Gartenofen aus Gusseisen. So wie sie früher reich mit Schnörkeln verziert waren, sind sie auch heute optische Leckerbissen, nicht selten der Gestaltung aus dem Rokoko oder der Renaissance nachempfunden. Je nach Modell besitzen sie eine verglaste Ofenklappe, die es erlaubt, das Spiel des Feuers zu beobachten. Auf der praktischen Seite können Kanonenofen zum Grillen oder Kochen verwendet werden. Kanonenofen sind in vielen Western als Requisite zu sehen und werden dort stilecht genutzt, um darauf Kaffee zu kochen.

Obwohl Eisen allgemein eine gute Wärmespeicherkapazität besitzt, ist Gusseisen die Form von Eisen, die aufgrund des hohen Kohlenstoffgehalts am wenigsten Wärme speichert, wobei dies natürlich Verhältnismäßig zu sehen ist. Um sich an kühlen Abenden im Garten zu wärmen, ist der Kanonenofen nicht unbedingt die beste Wahl. Aber er ist fraglos sehr dekorativ.

Muss ein Gartenofen denn wirklich mobil sein?

Bei der Betrachtung des Marktes für Gartenofen fällt auf, dass viele Hersteller auf die Mobilität ihrer Produkte Wert legen. Doch wie eingangs dieses Artikels bereits erwähnt wurde, gibt es Millionen Gärten, deren BesitzerInnen nicht vorhaben, auf Reisen zu gehen, sondern in ihrem Garten entspannen möchten. Warum dann einen mobilen Gartenofen nutzen?

Outdoor Gartengrill

Wenn der Gartenofen so oder so nur einmal bewegt wird, bei der Anlieferung, dann darf er doch auch ruhig etwas mehr wiegen. Solche Holzofen können dann schon mal zwischen 60 und 100 kg auf die Waage bringen, doch dafür stellt das Kochen und Backen mit ihnen eine ganz andere Dimension dar. Ein Feuerraum, der mit Holz für mehrere Stunden Brenndauer beschickt werden kann. Ein Backofen, in dem sich selbst eine große Weihnachtsgans nicht beengt fühlt und eine Herdplatte für mindestens 2 oder mehr Töpfe und Pfannen gleichzeitig.

Der Spezialist unter den Gartenofen – der Pizza-Ofen

Laut einer Umfrage eines bekannten Lebensmittel-Lieferdienstes unter 1.500 Kunden essen 94 % von ihnen mindestens einmal im Monat Pizza. Auch in anderen Umfragen kommen ähnliche Beliebtheitswerte zustande. Damit rangiert Italiens Exportschlager auf Rang 3 der beliebtesten Speisen in Deutschland, nach der Currywurst (2) und dem Döner (1).

In einer weiteren Beziehung nimmt die Pizza aber unangefochten den ersten Platz ein, bei der Gestaltungsvielfalt und dem Spaß, die Lieblingspizza selber zu backen. Zu diesem Zweck gibt es einerseits elektrisch oder mit Gas betriebene Pizza-Ofen für die Küche. Genauso jedoch den echten, den richtigen Pizza-Ofen, dessen Backraum zuerst mit Holz aufgeheizt und die Asche dann wieder ausgefegt wird, um nun die ganz persönlich gestaltete Pizza hineinzuschieben.

Gartenofen

So wie es in Neapel, am Fuße des Vulkans, seit Jahrhunderten praktiziert wird. Das aber geht in Deutschland nur im Freien, sprich im Garten oder auf der Terrasse. Ein Holzbefeuerter Pizza-Ofen im Haus benötigt einen Anschluss an den Kamin und eine Abnahme durch den örtlichen Kaminkehrer. Darum sind heute in praktisch allen Pizzerien nur noch Gas-Pizza-Ofen im Einsatz.

Wer jedoch einem erfahrenen Pizzabäcker einmal die Frage stellt, mit welchem Pizza-Ofen die Pizza am besten wird, bekommt als Antwort immer: mit einem Holzofen. Das Geheimnis dahinter ist die Temperatur von mindestens 400 Grad, die für eine wirklich gute Pizza einfach notwendig ist. Elektrisch ist diese Temperatur selbst mit gutem Zureden nicht zu erreichen, mit Gas ist sie zu erreichen, aber sobald das Gasfeuer abgestellt ist, sinkt die Temperatur im Backofen sehr schnell ab.

Nur Holz besitzt eine so einzigartige Heizstrahlung, dass sich die benötigte Temperatur lange genug hält, um die perfekte Pizza zu backen. Hinzu kommt das Raucharoma des Holzes selbst, das in der Pizza aufgeht. Im besten Fall werden zur Befeuerung des Pizza-Ofens eine der folgenden Holzarten verwendet: Buche, Kirsche, Eiche, Ahorn oder Apfel.

Zugegeben, wer einen wirklich guten Pizza-Ofen mit Holzbefeuerung für den Garten oder die Terrasse möchte, muss schon etwas investieren. Auf der anderen Seite eignet sich so ein Gartenofen natürlich auch zur Zubereitung für eine Vielzahl anderer Speisen.

Die eigene Gulaschkanone im Garten

Eintöpfe jeder Art werden immer beliebter, gerade bei Gartenpartys. Unkompliziert und ohne größeren Aufwand lassen sich leckere Eintopf-Rezepte in einer Gulaschkanone zubereiten. Die wird in verschiedenen Größen als Gartenofen mit Holzbefeuerung angeboten.

Wer es noch nicht weiß, der Begriff Gulaschkanone entstand im Ersten Weltkrieg als Bezeichnung für die Feldküche der Armee. Der Vorteil der Gulaschkanone liegt auf der Hand. Mit ihr lässt sich problemlos eine größere Gruppe verköstigen, ohne dafür einen Riesenaufwand betreiben zu müssen. Für Feste im Garten oder auf der Terrasse braucht es deshalb kaum Vorlaufzeit. Einfach mal spontan entscheiden: heute gibt es eine Gartenparty mit Eintopf satt. Das kann auch eine Weißwurst-Party oder Wiener-Party werden.

Im großen Kessel der Gulaschkanone Wasser erhitzen, Würste rein und nur ein wenig warten. Vegane Suppen und Eintöpfe gelingen darin natürlich genauso gut. Je nach Zubehör und Funktionsumfang kann so eine Gulaschkanone auch zum Grill mutieren oder dient in der kalten Jahreszeit zur Zubereitung von Glühwein.

Der Aztekenofen – Mexiko lässt grüßen

Den Aztekenofen im Vergleich zu Zeltofen, Campingofen und Kanonenofen erklärt die Seite Zeltofen und Campingofen.

Aus Mittelamerika stammt die ursprüngliche Form des Aztekenofen oder auch Mexikoofen. Angeblich soll das Volk der Azteken die Urheber dieser Gartenofen sein, die sie aus Terrakotta geformt haben.

Heute werden Aztekenofen überwiegend aus Gusseisen gefertigt. Ihr prägendes Merkmal ist die bauchige Feuerstelle, die sich nach oben verjüngt und in den Kamin übergeht. Ein wirklicher Gartenofen zum Kochen und Backen ist der Aztekenofen nicht. Je nach Modell kann darauf gegrillt werden. Vorrangig ist der Aztekenofen aber eine dekorative Feuerstelle im Garten oder auf der Terrasse.

Räucherofen / Smoker

Das Räuchern von Fleisch oder Fisch zur Haltbarmachung ist die vermutlich älteste Form, leicht und schnell verderbliche Lebensmittel zu konservieren. Früher wurden dafür die zu räuchernden Stücke einfach weit über der offenen Feuerstelle „in den Rauch gehängt“.

Mit dem Einzug des Küchenherdes und dem Kaminrohr verschwand glücklicherweise der Rauch aus dem Haus, aber auch die Möglichkeit des Räucherns. Darum kamen extra Räucherofen / Smoker auf. Es war und ist ja nicht nur die Haltbarmachung, die hierbei eine Rolle spielt. Geräuchertes Fleisch, Speck oder Fisch besitzen ein eigenes, wunderbares Aroma. Dies ist abhängig von der Holzsorte, die zum Räuchern verwendet wird. In dieser Beziehung gibt es Ähnlichkeiten zum Pizza-Ofen. Der Garten ist ein wunderbarer Ort, um den Räucherofen aufzustellen, zumal es holzberfeuerte Kombigeräte aus Grill und Smoker gibt.

Der Solarofen für den Garten

Er braucht weder Holz noch Gas oder Strom, einfach nur Sonne pur, der Solarofen oder Solarkocher. In Odeillo, das liegt in den französischen Pyrenäen, steht ein Sonnenofen, der über 2000 qm Spiegel verfügt, die das Sonnenlicht in einen Parabolspiegel reflektieren. Die Hitze im Zentrum kann bei diesem Sonnenofen der Extraklasse bis zu 3.500 Grad Celsius betragen.

So viel Hitze braucht der Solarofen im eigenen Garten nicht und kann deshalb wesentlich kleiner ausfallen. Trotzdem kann je nach Bauform ein kleinerer Solarofen durchaus bis zu 1.000 Grad heiß werden. Auch wenn etwa in Deutschland die Sonneneinstrahlung nicht so intensiv ist, reicht die Hitze eines Solarofens locker zum Kochen und Braten von Speisen.

Eine Variante des Solarofens ist die Solar-Kochkiste. Die darin eingeschlossenen Speisen brauchen zwar länger, bis sie fertig gegart sind, aber die Solar-Kochkiste muss nicht wie der Solarofen der Sonne nachgeführt werden, sondern einfach nur nach Südwesten ausgerichtet sein. Zudem kann so eine Solar-Kochkiste wunderbar zum Dörren von Obst und Gemüse verwendet werden.

Der gemauerte Gartenofen – die Zähmung des Feuers

Er war der Vorläufer aller Herde und der direkte Nachfolger des Lagerfeuers. Zuerst waren es nur aufgeschichtete Steine, die das Feuer vor Wind schützten. Dann kamen Lehmofen, die ab dem 14. Jahrhundert mit Gusseisen-Platten kombiniert wurden. In dieser Zeit entstanden auch die ersten gemauerten Kamine.

In südlichen Gefilden ist der gemauerte Gartenofen keine Seltenheit. Bei subtropischen oder tropischen Temperaturen ist das Kochen und Braten im Freien, unter einer schattenspendenden Pergola, wesentlich angenehmer als in der Küche des Hauses. Auch in Mitteleuropa gibt es immer mehr Anhänger des massiven gemauerten Gartenofens. Bisher geht die Vorstellung weitgehend nur zum gemauerten Grill, doch das lässt sich problemlos ausweiten, indem zum Beispiel ein Gusseisen-Herd mit einer gemauerten und mit einer Steinplatte versehenen Arbeitsfläche erweitert wird.

Gemauerter Grillkamin

Der Fantasie bezüglich der Küche im Garten sind keine Grenzen gesetzt. Das ganze auch noch attraktiv in Naturstein ausgeführt, ergibt sich für die Immobilie eine Wertsteigerung, die durchaus über die Baukosten hinausgehen kann. Da kann sogar der eingelassene Swimmingpool weniger begehrlich erscheinen, zumal der Nutzfaktor der Küche im Garten höher und der Pflege- bzw. Kostenaufwand geringer ist.

Was gilt es in Sachen Gartenofen zu beachten?

Es braucht zuallererst einen ebenen und festen Untergrund für das Aufstellen eines Gartenofens. Das können zum Beispiel Terrassenplatten aus Beton oder Stein sein. Häufig werden heute für Terrassen auch Bohlen aus WPC verwendet, das ist eine Mischung aus Kunststoff und Holz. Nach der Norm DIN 4102-1 sind diese normal entflammbar, genau wie Vollholz. Das bedeutet, dass für den Gartenofen zuerst ein feuerfester Untergrund auf die Bohlen gelegt werden muss. Empfehlenswert ist etwa eine Stahlplatte, die rund 50 cm über die Außenkante des Gartenofens hinausragt, um Funkenflug abzufangen.

Während ein Gartenofen selbst keine Genehmigung durch das örtliche Ordnungs- bzw. Bauamt benötigt, kann dies für ein Gartenhäuschen durchaus der Fall sein. Der Wunsch nach einem Dach über dem Gartenofen kommt meist recht schnell. Dann kommen auch feste Vorschriften bezüglich der Abstände zu den Nachbarn zum Tragen. Doch all das wird durch die einzelnen Bundesländer geregelt und ist keineswegs einheitlich. Der jeweilige Wohnort kann also entscheidend sein, wie viel Spaß der Gartenofen zum Kochen und Backen bringt.

Häufige Fragen zum Gartenofen

Kann man auf einem Gartenofen kochen und backen?

Kochen lässt sich auf der Herdplatte. Backen funktioniert nur bei Modellen mit Backfach oder Backaufsatz. Ob und wie, steht in der Anleitung des Herstellers.

Was ist der Unterschied zwischen Gartenofen und Terrassenofen?

Die Begriffe überschneiden sich. Mit Gartenofen meinen wir hier Öfen zum Kochen und Backen im Freien. Terrassenofen wird häufig für Öfen genutzt, die auf der Terrasse Wärme und Atmosphäre bieten. Maßgeblich ist die Beschreibung des Herstellers.

Gusseisen oder Stahl: Welches Material ist besser?

Gusseisen ist sehr langlebig, Stahl lässt mehr Gestaltungsspielraum und ist bei modernen Gartenöfen üblich. Welches Material passt, hängt von Gewicht, Pflegeaufwand und Einsatz ab.

Welcher Untergrund ist für einen Gartenofen geeignet?

Der Untergrund muss eben und fest sein, etwa Terrassenplatten aus Stein oder Beton. Auf Holz- oder WPC-Terrassen braucht der Ofen eine feuerfeste Unterlage, zum Beispiel eine Stahlplatte, die rund 50 cm über den Ofen hinausragt. Mehr dazu im Abschnitt Was gilt es zu beachten?.

Welches Brennholz eignet sich für einen Gartenofen?

In der Regel trockenes, unbehandeltes Scheitholz. Welche Brennstoffe erlaubt sind, regeln die Herstellerangaben und die Bundes-Immissionsschutzverordnung.

Stand: Oktober 2026. Mehr zur Arbeitsweise: Über uns und Methodik.